Weitgehend automatisierte Softwarepflege als Ziel

Die Oldenburgische Landesbank und Gebert Software arbeiten schon seit über zehn Jahren zusammen. So wurde seit Mitte der neunziger Jahre von der OLB die für Großrechnersysteme BS2000 konzipierte und vor allem im Bankenbereich eingesetzte Lösung JIGS-RZA genutzt. Fünf Jahre später führte die Landesbank das Produkt JIGS-SEV zur Softwareverwaltung unter BS2000 ein, das 2005 mit JIGS-KMS ergänzt wurde um auch das Unix-Umfeld bedienen zu können. Mitte 2007 kam es dann in einem gemeinsamen Pilotprojekt zur Geburtsstunde eines neuen Softwareprodukts. Denn weil JIGS-KMS für die Entwickler zu komplex wurde, sahen die OLB-Verantwortlichen die Notwendigkeit, eine reine Entwicklerumgebung zu schaffen. „Ende 2007 entwickelten wir gemeinsam mit Gebert Software in mehreren Arbeitskreissitzungen das grundsätzliche Konzept für piTop“, blickt Peter Cordes, Leiter Informationstechnologie bei der OLB, auf den Projektstart zurück. „Denn damit wir Softwarelieferungen des Herstellers verwalten und eigene Änderungen möglichst automatisiert pflegen können, benötigten wir ein Werkzeug, das uns bei den Migrationsprozessen aufwandsschonend und sicher unterstützt“, begründet er die Notwendigkeit eines adäquaten Tools zur Softwareverwaltung.

Es sollte eine intuitiv bedienbare Oberfläche für die Entwickler bieten, die sich aus Gründen eines einfachen Handlings auf die wesentlichen Funktionen beschränkt. Zudem gehörte zum Anspruch der OLB, dass ein dreistufiger Vergleich zwischen vorhergehender Softwarelieferung, eigenem Entwicklungsstand und neuer Softwarelieferung möglich ist. „Stellt der Hersteller eine neue Version bereit, in der zwangsläufig unsere individuellen Anpassungen in der Vorgängerversion nicht berücksichtigt sind, sollen sie automatisch in die neue Source eingespielt werden und mit möglichst geringem Programmieraufwand wieder dem Produktionsbetrieb zur Verfügung stehen“, begründet der OLB-Projektkoordinator Holger Grimmig diese Anforderung an das Tool.

Darüber hinaus erwartete die Landesbank, dass eine Möglichkeit zur komfortablen Verwaltung abhängiger Elemente zu Copies oder Headerdateien besteht. „Werden Copy- und Headerdateien vom Hersteller der Bankensoftware neu geliefert oder geändert, so müssen die entsprechenden Cobol- und C-Programme neu übersetzt werden. Unsere Erwartung war deshalb, dass das Tool diese abhängigen Elemente selbstständig erkennt“, so der OLB-Projektkoordinator. Darüber hinaus sollte auch die Voraussetzung für eine parallele Entwicklungstätigkeit mit mehreren Mitarbeitern bestehen, ohne dass es zu Überschneidungen kommt. Und schließlich war für die Oldenburgische Landesbank unabdingbar, dass dieses Werkzeug eine hohe Flexibilität gewährleistet, damit auf Änderungen schnell reagiert werden kann. „Da Prozesse oder Verfahren sich ändern können, muss sich das Verwaltungssystem flexibel anpassen lassen, da ein längerer Stillstand bei der Softwarepflege schnell große wirtschaftliche Folgen haben könnte“, begründet der IT-Manager Cordes diesen Aspekt des Leistungsprofils.

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